Psychotherapeutische Praxis Dr. Mag. Juan José RIOS


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Impotenz-Erektionsstörungen

Arbeitsschwerpunkte > Sexualität & Sexualempfindung bei Männern

Sexualität & Sexualempfindung Verhalten bei Männern: Impotenz - Erektionsstörungen



Impotenz, Ejaculatio praecox
I. Erektionsstörungen, erektile Dysfunktion ( Impotenz)
Erektionsstörungen sind zwar nicht die häufigsten sexuellen Funktionsprobleme des Mannes, stellen aber in der Konsultation den häufigsten Anlass für einen Arztbesuch dar. Hierbei kommen der enorme Leidensdruck und die erheblichen psychosozialen Auswirkungen zum Ausdruck, den Erektionsstörungen auf das Sexualleben, das Selbstwertgefühl und die gesamte psychophysische Befindlichkeit des Mannes nehmen.
Als Erektionsstörungen bezeichnet man eine anhaltende oder wiederkehrende Unfähigkeit, eine Erektion zu erlangen oder aufrecht zu erhalten, die für eine befriedigende sexuelle Funktion ausreichend ist.
Die Häufigkeitsangaben bezüglich der Erektionsstörung und deren Verteilung in der männlichen Bevölkerung sind sehr unterschiedlich. Deutlich ist allerdings in allen Studien der klare Zusammenhang mit dem Lebensalter und einer damit verbundenen Verdreifachung des Prozentsatzes zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr.

Ursachen:
Wie bei allen sexuellen Funktionsstörungen können die Ursachen der Erektionsstörungen sehr unterschiedlich sein und sowohl körperliche wie psychische Faktoren oder eine Kombination beider Aspekte beinhalten.
Körperliche Ursachen von Erektionsstörungen:
· angeborenen oder erworbene Fehlbildungen
· somatische Erkrankungen
· Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose, Diabetes mellitus)
· Erkrankungen des Nervensystem
· Erkrankungen der Muskulatur
· Allgemeinerkrankungen
· Genitalerkrankungen
· psychiatrische Erkrankungen
· Medikamente und Drogen
Bei den psychogenen Ursachen von Erektionsstörungen werden verschiedene Unterscheidungen bezüglich des Auftretens der Störung beschrieben:
I. Generalisierter Typ
A. Generalisierte Reaktionsunfähigkeit
· Primärer Mangel an sexueller Erregbarkeit
· Alterskorrelierter Rückgang der sexuellen Erregbarkeit
B. Generalisierte Hemmung
· Chronische Störung der sexuellen Intimität
II. Situativer Typ
A. Partnerbezogen
· Mangel an sexueller Erregbarkeit in einer spezifischen
Partnerbeziehung
· Mangel an sexueller Erregbarkeit aufgrund einer sexuellen
Objektpräferenz
· Starke zentrale Hemmung aufgrund Partnerkonflikt oder
Bedrohungsgefühl
B. Bedingt durch Leistungsanforderungen
· In Verbindung mit anderen sexuellen Dysfunktionen (z.B. vorzeitiger
Orgasmus)
· Situative Leistungsangst (z.B. Angst zu Versagen)
C. Bedingt durch psychischen Distress
· In Verbindung mit einer negativen Gemütsverfassung (z.B. einer
Depression) oder einem belastenden Lebensereignis (z.B. Tod des
Partners)


Therapie:

Im Vordergrund der therapeutischen Behandlung von Erektionsstörungen steht dabei der Umgang mit Versagensängsten und Leistungsdruck, die zusammen mit weiteren destruktiven Mechanismen wie Selbstbeobachtung, Ablenkung, Resignation und der inneren „Negativprogrammierung„ des erneuten Erektionsversagens Kernmerkmale der Erektionsstörungen sind.

Der Patient erhält die Möglichkeit, durch die vom Therapeuten vorgeschlagenen Verhaltensanleitungen neue Erfahrungen zu machen, wobei mögliche verzerrte Vorstellungen, rigide Verhaltensskripts, ungünstige Paarinteraktionen, negative Erwartungen, etc. aufgedeckt, korrigiert und modifiziert werden.
Entsprechend der jeweiligen Indikation finden Paargespräche mit Fokussierung auf die sexuelle Symptomatik statt.
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Ergänzend kommen Entspannungsverfahren zur Anwendung, die unterstützend auf den psychotherapeutischen Prozess wirken.




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